{"id":2964,"date":"2022-01-31T10:29:14","date_gmt":"2022-01-31T09:29:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.isrec.ch\/nachruf-auf-prof-heidi-diggelmann-1936-2022\/"},"modified":"2022-01-31T10:29:14","modified_gmt":"2022-01-31T09:29:14","slug":"nachruf-auf-prof-heidi-diggelmann-1936-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/nachruf-auf-prof-heidi-diggelmann-1936-2022\/","title":{"rendered":"Nachruf auf Prof. Heidi Diggelmann (1936-2022)"},"content":{"rendered":"<div class=\"intro-text\">\n<p>Prof. Heidi Diggelmann leitete urspr\u00fcnglich eine Forschungsgruppe am Institut Suisse de Recherche Exp\u00e9rimentale sur le Cancer (ISREC) in Epalinges (1971-1991), anschliessend das Institut f\u00fcr Mikrobiologie der Universit\u00e4t Lausanne (1991-2001) und war von 2001 bis 2012 Mitglied des Stiftungsrates der ISREC Stiftung. Das Institut und die Stiftung sind ihr f\u00fcr ihre wertvolle Expertise und ihren Einsatz f\u00fcr unsere Ziele w\u00e4hrend all diesen Jahren zutiefst dankbar.<br \/>\nHeidi Diggelmann fasste im Anschluss an ihr Medizinstudium in ihrer Heimatstadt Bern zun\u00e4chst eine klinische Ausbildung in der inneren Medizin ins Auge. Nach einem Praktikum im Bezirksspital Thun entdeckte sie jedoch im Rahmen ihrer Dissertation in Bern die experimentelle Arbeit im Labor und begeisterte sich f\u00fcr die Molekularbiologie, einen Forschungszweig, der damals noch in den Kinderschuhen steckte.<br \/>\nIn der Folge widmete Heidi Diggelmann, eine hochgeachtete Forscherin, ihre vierzigj\u00e4hrige wissenschaftliche Laufbahn vor allem dem Studium von krebsverursachenden Viren. Sie befasste sich unter anderem mit dem Vermehrungsmechanismus von Retroviren, die sowohl beim Tier als auch beim Menschen verschiedene Krebsarten ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt war das Immunsystem.<br \/>\nDie Forschung von Heidi Diggelmann wurde durch zahlreiche renommierte Preise ausgezeichnet, darunter der Friedrich Miescher Preis (1976), der Max Clo\u00ebtta Preis (1984), der Otto Naegeli Preis der Bonizzi-Theler Stiftung (1992) und der \u00abPrix de l\u2019Etat de Berne\u00bb der Universit\u00e4t Lausanne (2002).<br \/>\nNeben ihrer Forschungs- und Lehrt\u00e4tigkeit setzte sich Heidi Diggelmann stets auch f\u00fcr forschungspolitische Anliegen ein, zum Beispiel als Mitglied der Schweizerischen Kommission f\u00fcr Biologische Sicherheit (1990-1995), des ETH-Rates (1990-1996), der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften und der Stiftung Science et Cit\u00e9. Von 1997 bis 2004 war Prof. Heidi Diggelmann zudem Pr\u00e4sidentin des Forschungsrates des Schweizerischen Nationalfonds.<br \/>\nDie Forschenden des ISREC Instituts im Jahre 1988, stehend von links nach rechts: Paul Amstad, Christophe Reymond, Rex Tyrrell, Viesturs Simanis, Bernard Sordat, Peter Cerutti, Bernhard Hirt (Direktor), Otto Hagenb\u00fcchle, Elena Buetti, Erich Nigg et Markus Nabholz. Sitzend von links nach rechts: Peter Wellauer, Jean-Pierre Kraehenbuhl, Heidi Diggelmann, Lukas K\u00fchn, Susan Gasser et Peter Beard.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Heidi Diggelmann leitete urspr\u00fcnglich eine Forschungsgruppe am Institut Suisse de Recherche Exp\u00e9rimentale sur le Cancer (ISREC) in Epalinges (1971-1991), anschliessend das Institut f\u00fcr Mikrobiologie der Universit\u00e4t Lausanne (1991-2001) und war von 2001 bis 2012 Mitglied des Stiftungsrates der ISREC Stiftung. 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