{"id":3642,"date":"2022-04-11T16:17:38","date_gmt":"2022-04-11T14:17:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.isrec.ch\/recherche\/individuelle-behandlungen-fur-krebspatienten-und-aufspuren-von-krebsschwachstellen\/"},"modified":"2024-07-25T17:26:20","modified_gmt":"2024-07-25T15:26:20","slug":"individuelle-behandlungen-fur-krebspatienten-und-aufspuren-von-krebsschwachstellen","status":"publish","type":"recherche","link":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/forschung\/individuelle-behandlungen-fur-krebspatienten-und-aufspuren-von-krebsschwachstellen\/","title":{"rendered":"<strong>Ermittlung von personalisierten therapeutischen Strategien<\/strong> &#8211; Prof. Dr. med. Chantal Pauli (USZ)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Individuelle Behandlungen f\u00fcr Krebspatienten und Aufsp\u00fcren von Krebsschwachstellen\u00a0<\/h2>\n\n\n<div class=\"intro-text\">\n<p>Dieser \u00abzweckgebundene Fonds\u00bb wurde im Juni 2022 f\u00fcr 2 Jahre an Prof. Chantal Pauli (Universit\u00e4tsspital Z\u00fcrich) vergeben.<\/p>\n<\/div>\n\n\n<p>RAS-Proteine geh\u00f6ren zu den wichtigsten Mitgliedern des MAPK-Signalweges, einer Signalkaskade, die bei Zellwachstum und -\u00fcberleben eine wichtige Rolle spielt. Ver\u00e4nderte RAS-Gene (<em>HRAS<\/em>, <em>KRAS<\/em> und <em>NRAS<\/em>) sind die am h\u00e4ufigsten mutierte Genfamilie bei menschlichen Krebserkrankungen, wobei <em>KRAS<\/em> f\u00fcr die Entwicklung von etwa 35% der Lungenadenokarzinome, bis zu 50% der Darmkrebse und sogar bis zu 95% der Pankreaskarzinome verantwortlich ist. Trotz intensiver Forschung bleibt die wirksame Hemmung von mutiertem <em>KRAS<\/em> eine bedeutende H\u00fcrde in der Krebsbek\u00e4mpfung. Die k\u00fcrzliche Entwicklung von <em>KRAS<\/em><sup>G12C<\/sup>\u2011spezifischen Medikamenten hat zu wichtigen Erkenntnissen \u00fcber diese spezifische Variante gef\u00fchrt. Der klinische Erfolg dieser Wirkstoffe ist aber sehr begrenzt und es wurde bereits \u00fcber erste Resistenzmutationen berichtet. Da die Bem\u00fchungen zur Hemmung von <em>KRAS<\/em> erfolglos blieben, konzentriert sich die Forschung nun auf die Hemmung von MEK1\/2, einem Regulator, der dem MAPK-Signalweg nachgeschaltet ist. Da aber bereits die ersten Resistenzmechanismen auftauchen, bleibt die Vorstellung bestehen, dass Tumoren mit einer <em>KRAS<\/em>-Mutation unbezwingbar sind. Neue Strategien zur Identifizierung von Krebsvulnerabilit\u00e4ten sind deshalb dringend erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zeitalter der Pr\u00e4zisionsmedizin sind sowohl f\u00fcr Kliniker als auch f\u00fcr Patienten Strategien zur Best\u00e4tigung der therapeutischen Wirksamkeit und zur Identifizierung zus\u00e4tzlicher Behandlungsoptionen unabdingbar geworden. Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. med. Chantal Pauli befasst sich am Institut f\u00fcr Pathologie und Molekularpathologie des Universit\u00e4tsspitals Z\u00fcrich mit funktionaler Tumorpathologie. Sie hat eine Plattform entwickelt, die die genetischen Merkmale individueller Patiententumoren mit der funktionellen Pr\u00fcfung von aus Patienten stammenden Tumororganoiden verbindet. Das \u00fcbergeordnete Ziel ist die Benutzung eines Screenings krebsrelevanter Medikamente zur Identifizierung wirksamer therapeutischer Strategien f\u00fcr jeden einzelnen Patienten. Mit Hilfe dieses Ansatzes konnte eine neue synergetische Wirkstoffkombination, bestehend aus einem MEK-Inhibitor und einem Purinanalogum, identifiziert werden. Interessanterweise wurde diese Synergie nicht in s\u00e4mtlichen Tumororganoiden beobachtet, sondern nur in denjenigen, die eine Mutation im MAPK-Signalweg aufwiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Projekt wird ebenfalls das therapeutische Potential der identifizierten Medikamentenkombination in einer gr\u00f6sseren Kohorte von aus Patienten stammenden Tumororganoiden untersucht. Dies soll zum Verst\u00e4ndnis der genetischen Eigenschaften, die f\u00fcr die Vulnerabilit\u00e4t gewisser Tumoren verantwortlich sind, beitragen. Da inzwischen Resistenzmechanismen gegen <em>KRAS<\/em><sup>G12C<\/sup> auf dem Vormarsch sind, beabsichtigen wir zu untersuchen, ob unsere Kombination in der Lage ist, die Resistenzmechanismen zu umgehen und die \u00dcberlebensf\u00e4higkeit des Tumors zu beeinflussen. In einem letzten Schritt m\u00f6chten wir Patienten identifizieren, die wom\u00f6glich von dieser synergetischen Wirkstoffkombination profitieren k\u00f6nnten, und die Mechanismen der Empfindlichkeit oder Resistenz der Patienten in Bezug auf das Medikament aufkl\u00e4ren.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","cat-recherche":[76],"class_list":["post-3642","recherche","type-recherche","status-publish","hentry","cat-recherche-archiv"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/recherche\/3642","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/recherche"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/recherche"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3642"}],"wp:term":[{"taxonomy":"cat-recherche","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/cat-recherche?post=3642"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}