{"id":5660,"date":"2024-03-06T16:48:21","date_gmt":"2024-03-06T15:48:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.isrec.ch\/?post_type=recherche&#038;p=5660"},"modified":"2025-03-24T15:15:09","modified_gmt":"2025-03-24T14:15:09","slug":"multisystem-krebsbiologie-prof-holger-auner-chuv","status":"publish","type":"recherche","link":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/forschung\/multisystem-krebsbiologie-prof-holger-auner-chuv\/","title":{"rendered":"<strong>Multisystem-Krebsbiologie<\/strong> &#8211; Prof. Holger Auner (CHUV)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Multisysteme in der Krebsbiologie: das Zusammenspiel von intra- und extrazellul\u00e4rer Proteostase<\/h2>\n\n\n<div class=\"intro-text\">\n<h5>Dieser \u00abzweckgebundene Fonds\u00bb wurde im November 2023 f\u00fcr 3 Jahre an Prof. Holger Auner (CHUV) vergeben.<\/h5>\n<\/div>\n\n\n<p>Alle menschlichen Zellen m\u00fcssen die richtigen Proteine zum richtigen Zeitpunkt und in den richtigen Mengen aufbauen \u2013 und sp\u00e4ter wieder abbauen. Um dies zu bewerkstelligen, m\u00fcssen sie Bausteine, wie zum Beispiel Aminos\u00e4uren, verwenden und wiederverwerten, und Energie f\u00fcr die molekulare Maschinerie, die Eiweisse produziert und abbaut, bereitstellen. Die Feinabstimmung dieser Vorg\u00e4nge stellt eine grosse Herausforderung dar, die die Zellen kontinuierlich meistern m\u00fcssen, denn ein einwandfreies zellul\u00e4res \u00abProteom\u00bb (die Gesamtheit aller Proteine) ist f\u00fcr fehlerloses Funktionieren der Zellen und Gesundheit der Gewebe und Organe, in denen diese Zellen leben, unabdingbar. Dementsprechend entstehen zahlreiche Krankheiten, die oft mit dem Alter in Verbindung stehen, weil die Zellen nicht f\u00e4hig sind, ihr Proteom in Ordnung zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Krebszellen wachsen und vermehren sich meist schneller als normale Zellen. Es wird deshalb angenommen, dass sie, um mit dem hohen Proteinumsatz Schritt zu halten, ganz besonders von Proteom regulierenden Vorg\u00e4ngen abh\u00e4ngig sind. Das St\u00f6ren dieser Mechanismen stellt deshalb einen vielversprechenden therapeutischen Ansatz dar. Er kommt bereits bei mehreren Krebsarten zum Einsatz &#8211; unter anderem beim multiplen Myelom, einer b\u00f6sartigen Erkrankung des Knochenmarks. Unsere Forschungsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, besser zu verstehen wie verschiedene Krebsarten ihr Proteom im Lot zu halten versuchen. Wir m\u00f6chten auch Wege finden, um diese Mechanismen mit neuen Medikamenten ins Visier zu nehmen. Ein Molek\u00fcl, das uns besonders interessiert, heisst GCN2. Es reguliert die Antwort von Zellen auf einen niedrigen Aminos\u00e4urenvorrat. Wir wollen verstehen, wie wir GCN2 in Krebszellen sicher ausschalten k\u00f6nnen, so dass ihr Proteom versagt und sie absterben, w\u00e4hrend gesundes Gewebe weitgehend verschont bleibt. Wir wissen aus Experimenten, dass dieser Ansatz bei bestimmten Krebszellen gut funktioniert, bei anderen aber nicht. Ein Ziel unserer Forschung ist es, die Merkmale zu identifizieren, die mit einer Abh\u00e4ngigkeit der Krebszellen von GCN2 einhergehen. So k\u00f6nnten vor einer Therapie die Patienten identifiziert werden, die vermutlich auf eine Behandlung mit GCN2-anvisierenden Medikamenten ansprechen werden. Zu diesem Zweck wenden wir einen so genannten systembiologischen oder multi-omischen Ansatz an, in dem verschiedene Technologien zum Einsatz kommen, um mehrere zellul\u00e4re Prozesse parallel zu charakterisieren (z.B. um zu verstehen, wie sich der Zellmetabolismus ver\u00e4ndert, wenn bestimmte Gene aktiv transkribiert und in Proteine \u00fcbersetzt werden). Im Einklang mit zahlreichen anderen Wissenschaftern sind wir der Meinung, dass ein solcher ganzheitlicher Ansatz in der molekularen Krebsforschung grosses Potenzial hat, um bisher unbekannte Schwachstellen von Krebszellen zu identifizieren. Um diese Achillesfersen aufzusp\u00fcren und anzuvisieren, arbeiten wir mit Forschungspartnern aus dem akademischen Bereich und der Biotechnologie- und Pharmaindustrie zusammen.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","cat-recherche":[84],"class_list":["post-5660","recherche","type-recherche","status-publish","hentry","cat-recherche-translationale-forschung"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/recherche\/5660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/recherche"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/recherche"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"cat-recherche","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.isrec.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/cat-recherche?post=5660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}