Kopf – und Halskrebschirurgie – Prof. Christian Simon (CHUV) und Dr. Christophe Moser (EPFL)

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Entwicklung eines Endoskops zur besseren Bestimmung der Tumorränder während der Operation

Projekt von Prof. Christian Simon, Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), und Prof. Christophe Moser, Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), unterstützt durch eine Zuwendung der Lardeco Stiftung.

Krebserkrankungen des Halses und des Kopfes (Neck and Head Cancers (HNC)) sind tödlich und verstümmelnd. Mit mehr als 150’000 neuen Fällen, die jedes Jahr allein in Europa diagnostiziert werden, und 370’000 Todesfällen weltweit haben diese Krebsarten einen erheblichen Einfluss auf die Bevölkerung. Das Hauptproblem bei HNC besteht darin, dass sie ein charakteristisches infiltratives Wachstum aufweisen, was bedeutet, dass die Krankheit der Eradikation durch lokale Operationen entgehen und sich ausbreiten kann. Das TANDEM-Projekt zielt darauf ab, die Technologie, mit der die HNC-Chirurgie effizienter gestaltet werden kann, zu verbessern.

Bei mehr als 50 % der HNC-Patienten ist die Erstbehandlung eine Operation. Bei diesen Eingriffen ist es wichtig, dass der Operationsrand (die “Grenze” zwischen Tumorgewebe und gesundem Gewebe) negativ für Krebszellen ist. Dazu muss der Krebs so weit entfernt werden, dass selbst auf mikroskopischer Ebene keine Tumorzellen zurückbleiben. Eine verbleibende Erkrankung kann zu einem lokalen Wiederauftreten und zum Tod des Patienten führen.

Die routinemässig angewandten chirurgischen Techniken haben ein begrenztes Auflösungsvermögen, und die Chirurgen können die Ausdehnung des Tumors oft nur schlecht erkennen, was dazu führt, dass kranke Zellen am Rande nicht entdeckt werden. Auch wenn die Operation als erfolgreich angesehen wird, ist sie bei etwa 20 % der Patienten nicht erfolgreich. Infolgedessen müssen sich diese Patienten weiteren Behandlungen wie chemischen und Strahlentherapien unterziehen, die aggressiv sind und die Lebensqualität der Patienten stark beeinträchtigen.

Diese Zusammenarbeit zwischen Klinikern und Ingenieuren zielt darauf ab, kürzlich entwickelte ultradünne Endoskope zu verwenden, die aufgrund ihrer geringen Grösse (dünn wie ein Haar!) minimal invasiv sind und dennoch hochauflösende Bilder liefern, die eine präzisere Visualisierung von Tumorzellen in situ ermöglichen werden. Wichtig ist, dass diese Technologie während der Operation in Echtzeit eingesetzt wird, damit der Chirurg viel genauer vorhersagen kann, wo das Tumorgewebe endet und das gesunde Gewebe beginnt. Letztlich wird dies die Zuverlässigkeit der Diagnostik und die Erfolgsrate der HNC-Operation für diese Krebspatienten verbessern.